Ratgeber
Wärmepumpe
Planung

Wärmepumpe Heizlastberechnung: Richtige Dimensionierung

Heizlastberechnung für Wärmepumpen: So wird die Wärmepumpe richtig dimensioniert. Zu groß = teuer, zu klein = ineffizient. Professionelle Berechnung spart Geld.

Lesezeit: 4-6 Min.

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Heizlastberechnung: Der wichtigste Schritt

Die Heizlastberechnung ist der wichtigste Schritt bei der Wärmepumpen-Planung. Sie bestimmt die richtige Größe der Wärmepumpe. Zu groß = unnötig teuer (3.000-8.000€ Mehrkosten). Zu klein = ineffizient und unbequem. Eine professionelle Berechnung nach DIN EN 12831 kostet 500-1.500€ und spart langfristig viel Geld.

Warum ist die Heizlastberechnung so wichtig?

Richtige Größe = niedrigste Kosten

Mehrkosten: 3.000-8.000€

Zu groß: Unnötig teuer in Anschaffung. Zu klein: Ineffizient, hohe Betriebskosten

Optimale Effizienz (COP)

Ersparnis: 200-400€/Jahr

Richtig dimensionierte WP läuft im optimalen Bereich = höchster COP

Komfort & Zuverlässigkeit

Unbezahlbar

Korrekte Dimensionierung = immer warm, auch bei -15°C Außentemperatur

BAFA-Förderung korrekt

Risiko: -14.000€ Förderung

Falsche Heizlast = falsche WP-Größe = möglicherweise keine Förderung

Faktoren der Heizlastberechnung

Gebäudevolumen

Sehr hoch

Wohnfläche × Raumhöhe × Dämmqualität

Beispiel: 150m² × 2,5m × Faktor 0,8 = 300m³

Dämmstandard

Sehr hoch

U-Werte für Wände, Dach, Fenster, Boden

Beispiel: Altbau: U=0,8 / Neubau: U=0,3

Fensterfl äche & Qualität

Hoch

Größe und Dämmwert der Fenster

Beispiel: 30m² Fenster × U=1,3 = 39W/K Verlust

Lüftungswärmeverluste

Mittel

Luftwechselrate, Lüftungsanlage vorhanden?

Beispiel: 0,5-facher Luftwechsel/h

Norm-Außentemperatur

Hoch

Kälteste Temperatur am Standort (statistisch)

Beispiel: München: -16°C / Hamburg: -12°C

Warmwasserbereitung

Mittel

Anzahl Personen × 40-50L/Person/Tag

Beispiel: 4 Personen = 2-3 kW zusätzlich

Beispielrechnungen: Heizlast & WP-Größe

Altbau 150m², unsaniert

U-Wert

0,9 W/(m²K)

Heizlast

22 kW

WP-Größe

22-25 kW

COP

2,8

Wärmebedarf/Jahr

28.000 kWh Wärme

Stromverbrauch

10.000 kWh

Kosten/Jahr

3.500€/Jahr

Altbau 150m², teilsaniert

U-Wert

0,5 W/(m²K)

Heizlast

12 kW

WP-Größe

12-14 kW

COP

3,5

Wärmebedarf/Jahr

16.000 kWh Wärme

Stromverbrauch

4.600 kWh

Kosten/Jahr

1.600€/Jahr

Neubau 150m², KfW 55

U-Wert

0,28 W/(m²K)

Heizlast

6 kW

WP-Größe

6-8 kW

COP

4,2

Wärmebedarf/Jahr

8.000 kWh Wärme

Stromverbrauch

1.900 kWh

Kosten/Jahr

650€/Jahr

Erkenntnis: Sanierter Altbau braucht nur 12 kW statt 22 kW = 3.000€ günstigere WP und 1.900€ weniger Betriebskosten pro Jahr!

Der Berechnungsprozess: 6 Schritte

1

Gebäudedaten erfassen

30 Minuten

Wohnfläche, Raumhöhe, Baujahr, Dämmzustand

Durchführung: Energieberater vor Ort

2

U-Werte ermitteln

1 Stunde

Dämmqualität von Wänden, Dach, Fenstern, Boden messen/schätzen

Durchführung: Energieberater mit Messgerät

3

Norm-Heizlast berechnen

2-3 Stunden

Nach DIN EN 12831 die Heizlast je Raum und gesamt berechnen

Durchführung: Energieberater (Software)

4

Warmwasserbedarf addieren

30 Minuten

Personenzahl × 40-50L/Tag × Temperatur-Differenz

Durchführung: Energieberater

5

Sicherheitszuschlag

15 Minuten

10-20% Reserve für kalte Tage und Warmwasser-Spitzen

Durchführung: Energieberater

6

Wärmepumpe dimensionieren

30 Minuten

Passende WP-Größe wählen basierend auf Heizlast

Durchführung: Energieberater + Installateur

5 häufige Fehler vermeiden

Nach Wohnfläche pauschal dimensionieren

Folge: Oft 30-50% zu groß → 3.000-5.000€ zu teuer

✓ Richtig: Professionelle Heizlastberechnung nach DIN EN 12831

Alte Gasheizung 1:1 ersetzen

Folge: Alte Gasheizung ist meist überdimensioniert → WP zu groß

✓ Richtig: Heizlast neu berechnen, meist 30-40% kleiner

Dämmzustand ignorieren

Folge: Falsche WP-Größe, ineffizient

✓ Richtig: U-Werte messen/ermitteln, in Berechnung einbeziehen

Warmwasser vergessen

Folge: WP zu klein, schlechter Komfort

✓ Richtig: 2-3 kW für Warmwasser (4 Personen) einplanen

Sicherheitszuschlag zu hoch

Folge: WP zu groß, taktet häufig, ineffizient

✓ Richtig: Maximal 15-20% Zuschlag

Kosten vs. Nutzen der Heizlastberechnung

Kosten Heizlastberechnung500-1.500€
Ersparnis falsche Dimensionierung3.000-8.000€
Mehrersparnis Betrieb (pro Jahr)200-400€/Jahr
AmortisationSofort bis 2 Jahre

Unbedingt durchführen!

Checkliste: Gute Heizlastberechnung

Zertifizierter Energieberater: Mit Qualifikation nach DIN EN 12831
Vor-Ort-Termin: Keine Fernberechnung, Besichtigung nötig
U-Werte ermitteln: Nicht schätzen, sondern messen/berechnen
Raumweise Berechnung: Nicht pauschal, sondern jeden Raum einzeln
Warmwasser einbeziehen: 2-3 kW für 4 Personen addieren
Schriftliches Protokoll: Dokumentation für BAFA-Antrag

Fazit: Heizlastberechnung ist unverzichtbar

Die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ist der wichtigste Schritt bei der Wärmepumpen-Planung. Sie kostet 500-1.500€ und spart langfristig 3.000-8.000€ bei der Anschaffung plus 200-400€ pro Jahr im Betrieb.

Wichtig: Kein Pauschalschätzung nach Wohnfläche! Nur professionelle Berechnung durch zertifizierten Energieberater mit Vor-Ort-Termin.

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