Wärmepumpe Montage 2026:
Kosten, Dauer und Ablauf

Von der Planung bis zur Inbetriebnahme: So läuft die Montage einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus Schritt für Schritt ab.

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Von vind EnergieexpertenAktualisiert: 22 Min. LesezeitMontageablauf 2026

Eine erfolgreiche Wärmepumpen-Montage beginnt lange vor der Installation. Heizlast, Standort, Schallschutz und die richtige Planung entscheiden darüber, wie effizient deine Anlage später arbeitet.

Montagepaket 2026

Was bei der Installation zählt

Realistische Eckwerte für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus.

Montagedauer

2-5 Tage

Je nach Heizungstausch und Hydraulikaufwand.

Montagekosten

2.500-6.000 €

Typischer Anteil der Gesamtinvestition.

Förderrelevant

Fachbetrieb

Installation und Abgleich müssen sauber dokumentiert sein.

Projektlaufzeit

4-8 Wo.

Planung, Förderung, Material und Montage zusammen.

Die tatsächliche Projektdauer hängt stark von Bestand, Förderweg, Lieferzeiten und notwendigen Zusatzarbeiten ab.

Grundlagen

Worum es bei der Wärmepumpen-Montage wirklich geht

Luft-Wasser-Wärmepumpen lassen sich meist ohne Erdbohrung installieren. Trotzdem müssen Standort, Hydraulik, Elektrik und Fördervoraussetzungen gut aufeinander abgestimmt sein.

Gut zu wissen

Der Förderweg und die technische Planung sollten vor dem verbindlichen Start geklärt sein. Besonders Heizlast, hydraulischer Abgleich und Aufstellort beeinflussen Preis, Effizienz und Montageaufwand.
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Vorbereitung auf die Installation

Standort, Platzbedarf, Schallschutz, Elektrik und Heizsystem werden vor der Montage geprüft.

Standort Außeneinheit

Freie Luftzirkulation und Lärmschutz beachten

Abstand zur Grundstücksgrenze: Mind. 3 Meter empfohlen (gesetzlich 0,5-3 m je nach Bundesland)
Abstand zu Fenstern: Mind. 3 Meter zu Schlafzimmerfenstern (eigene und Nachbarn)
Platzbedarf: 1-2 m² Grundfläche, 50-100 cm Abstand an allen Seiten für Luftzirkulation
Fundament: Ebene, frostsichere Aufstellfläche (Betonplatte, Gehwegplatten oder Schotterbett)

Standort Inneneinheit

Heizraum oder Hauswirtschaftsraum optimal nutzen

Ideal: Heizungsraum, Keller, Hauswirtschaftsraum oder Technikraum
Platzbedarf: 1-3 m² je nach Speichergröße, zzgl. Wartungsraum
Leitungslänge: Max. 15-30 m zur Außeneinheit (je kürzer, desto effizienter)
Anschlüsse: Wasseranschluss, Abfluss und 230V/400V Stromversorgung erforderlich

Lärmschutz bei der Standortwahl

Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten leise (50-65 dB(A) Schallleistung), dennoch ist die Standortwahl für die Lärmemission entscheidend. Gesetzliche Grenzwerte gelten:

Reines Wohngebiet
Tags: 50 dB(A), Nachts: 35 dB(A)
Allg. Wohngebiet
Tags: 55 dB(A), Nachts: 40 dB(A)
Mischgebiet
Tags: 60 dB(A), Nachts: 45 dB(A)

Mehr Details zu Geräuschemissionen findest du in unserem Artikel Luftwärmepumpe Lautstärke.

Gut zu wissen: Schallschutzmaßnahmen

Wenn der ideale Standort nicht verfügbar ist, können Schallschutzmaßnahmen helfen: Schallschutzhaube (-5 dB), Betonsockel mit Gummidämpfern (-3 dB), Schallschutzwand oder Hecke als Reflektor. Moderne Inverter-Wärmepumpen bieten zudem einen Flüstermodus für die Nacht, der die Leistung reduziert, aber deutlich leiser arbeitet.

Heizsystem

Niedertemperatur-Heizkörper oder Flächenheizung

  • Ideal: Fußbodenheizung (Vorlauftemp. 30-35°C)
  • Gut: Große Wandheizung oder Niedertemperatur-Heizkörper (40-50°C)
  • Möglich: Normale Heizkörper mit Vorlauftemp. bis 55°C
  • Pufferspeicher (300-500 L) empfohlen für optimalen Betrieb

Elektrische Versorgung

Ausreichende Anschlussleistung erforderlich

  • Drehstromanschluss 400V (bei Leistung > 5 kW)
  • Hausanschluss mind. 25-35 A (prüfe Hauptsicherung)
  • Separater Stromkreis mit FI-Schutzschalter
  • Optional: Wärmepumpen-Stromtarif (20-30% günstiger)

Heizkreis & Wasser

Anbindung an bestehendes Heizsystem

  • Anschluss an Vor- und Rücklauf des Heizsystems
  • Warmwasserspeicher (200-300 L) für Trinkwasser
  • Kondensatablauf für Außeneinheit (Frostsicher)
  • Druckausdehnungsgefäß für Heizkreis

Gebäudezustand

Dämmung beeinflusst Effizienz entscheidend

  • Heizlastberechnung durchführen (max. 50-70 W/m²)
  • Bei Altbau: Dämmung prüfen (oft nachbessern nötig)
  • Fenster: Mind. 2-fach-Verglasung empfohlen
  • Durchlauferhitzer müssen ggf. ersetzt werden

Wärmepumpe im Altbau: Geht das?

Ja, auch Altbauten können mit Wärmepumpen beheizt werden! Wichtig ist eine detaillierte Heizlastberechnung und ggf. energetische Sanierungsmaßnahmen. In vielen Fällen reicht der Austausch einzelner Heizkörper gegen größere Modelle. Mehr dazu:

Dein Fortschritt

0 von 12 erledigt

Arbeite die Checkliste Schritt für Schritt ab.

Heizlastberechnung durchführen lassen
4-6 Wochen vor InstallationInstallateur / Energieberater
Angebote vergleichen und Installateur beauftragen
4-6 Wochen vor InstallationHausbesitzer
BAFA-Förderung beantragen
VOR VertragsabschlussHausbesitzer (mit Unterstützung)
Genehmigungen einholen (falls erforderlich)
3-4 Wochen vor InstallationInstallateur / Hausbesitzer
Anmeldung beim Netzbetreiber
2-3 Wochen vor InstallationInstallateur
Demontage Altheizung koordinieren (bei Heizungstausch)
1-2 Wochen vor InstallationInstallateur
Zufahrt und Lagerplatz vorbereiten
1 Woche vor InstallationHausbesitzer
Fundament für Außeneinheit erstellen
1 Woche vor InstallationInstallateur oder Hausbesitzer
Heizungsraum freiräumen
1 Woche vor InstallationHausbesitzer
Nachbarn über Baumaßnahme informieren
1 Woche vor InstallationHausbesitzer
WLAN-Empfang am Wechselrichter-Standort prüfen
Vor InstallationHausbesitzer
Haustiere während Installation unterbringen
Am InstallationstagHausbesitzer

Dokumenten-Checkliste für die Installation

Halte folgende Unterlagen am Installationstag bereit:

BAFA-Förderzusage (falls beantragt)
Baugenehmigung (falls erforderlich)
Heizlastberechnung nach DIN EN 12831
Anmeldung beim Netzbetreiber
Grundrisse und Leitungspläne
Versicherungsnachweis der Installationsfirma

Was Hausbesitzer am Installationstag vorbereiten müssen

  • Freie Zufahrt für Lieferfahrzeug und ggf. Kran schaffen
  • Lagerplatz für Material (5-10 m²) bereitstellen
  • 230V Stromversorgung für Werkzeuge sicherstellen
  • Sanitäranlagen für Monteure zugänglich machen
  • Wertgegenstände aus Arbeitsbereich entfernen

Zeitplanung: Von der Beauftragung bis zur Inbetriebnahme

Von der Beauftragung bis zur Inbetriebnahme: So ist die Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus typischerweise organisiert.

Vom Auftrag bis zur fertigen Wärmepumpe vergehen in den meisten Einfamilienhäusern etwa vier bis acht Wochen. Die eigentliche Montage dauert meist nur wenige Tage.

Woche
1-2

Planung und Genehmigungen

  • Heizlastberechnung und Anlagenauslegung
  • BAFA-Förderantrag stellen (vor Auftragserteilung!)
  • Anmeldung beim Netzbetreiber
  • Eventuell: Baugenehmigung einholen
Woche
2-4

Materialbeschaffung und Vorbereitung

  • Warten auf BAFA-Förderzusage (meist 2-4 Wochen)
  • Bestellung der Wärmepumpen-Komponenten
  • Fundament für Außeneinheit vorbereiten
  • Koordination mit Schornsteinfeger (bei Heizungstausch)
Woche
4-6

Installation der Wärmepumpe

  • Demontage Altheizung (falls zutreffend): 1-3 Tage
  • Installation Außen- und Inneneinheit: 2-4 Tage
  • Elektrische Installation und Anbindung: 1-2 Tage
  • Inbetriebnahme und hydraulischer Abgleich: 1 Tag
Woche
6-8

Abnahme und Dokumentation

  • Probelauf und Optimierung der Regelung
  • Erstellung der Anlagendokumentation
  • Zählertausch durch Netzbetreiber (falls erforderlich)
  • BAFA-Verwendungsnachweis einreichen

Faktoren für schnellere Installation

  • • Neubau oder gut vorbereiteter Bestand
  • • Alle Genehmigungen bereits vorhanden
  • • Standardinstallation ohne Sonderwünsche
  • • Gute Materialverfügbarkeit

Faktoren für längere Projektdauer

  • • Verzögerungen bei BAFA-Förderbescheid
  • • Komplexe Öltank-Entsorgung
  • • Umfangreiche Anpassungen am Heizsystem
  • • Winterliche Witterungsbedingungen

Die Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe erfolgt in acht klar definierten Schritten. Jeder Schritt wird von spezialisierten Fachkräften durchgeführt und dokumentiert.

Anlieferung und Vorbereitung

Materialanlieferung, Kontrolle und Baustelleneinrichtung

Dauer: 0,5 Tage

Aufgaben in diesem Schritt:

  • Anlieferung der Außen- und Inneneinheit per Spedition
  • Kontrolle aller Komponenten auf Transportschäden
  • Einrichtung des Lagerplatzes für Material
  • Absperrung des Arbeitsbereichs aus Sicherheitsgründen
  • Werkzeug und Geräte bereitstellen

Zusammenfassung: Gesamtdauer und Ablauf

Reine Installationszeit
2-5 Arbeitstage
Mit Heizungstausch
3-8 Arbeitstage
Gesamtprojektdauer
4-8 Wochen (inkl. Vorbereitung)

Die Installationsarbeiten werden in der Regel nicht durchgängig, sondern an mehreren einzelnen Tagen durchgeführt. Zwischenzeiten entstehen z.B. für Materiallieferungen, Trocknungszeiten oder die Koordination verschiedener Gewerke (Elektriker, Kälteanlagenbauer, Heizungsbauer).

Dauer der Installation einer Wärmepumpe im Einfamilienhaus

Wie lange die Installation dauert, hängt vor allem vom Gebäude, dem bisherigen Heizsystem und dem Umfang der Arbeiten ab.

Wie lange die Installation dauert, hängt vor allem vom Gebäude, dem bisherigen Heizsystem und dem Umfang der Arbeiten ab.

Durchschnittliche Installationszeiten nach Phase

Die tatsächliche Dauer kann je nach Gebäudezustand, Witterung und Komplexität der Installation variieren. Bei vind erhältst du einen konkreten Zeitplan für dein Projekt.

Neuinstallation

Ohne Heizungstausch

2-5 Tage

Bei Neubau oder wenn bereits ein Pufferspeicher vorhanden ist

Heizungstausch

Inkl. Demontage

3-8 Tage

Inklusive Demontage der alten Heizung und Anpassung des Heizsystems

Altbau-Sanierung

Mit Systemanpassung

5-12 Tage

Bei umfangreichen Anpassungen am Heizsystem oder Heizkörpertausch

Faktoren, die die Installationsdauer beeinflussen

Verkürzen die Dauer:

  • Gute Vorbereitung und freier Zugang zum Aufstellort
  • Vorhandene Niedertemperatur-Heizung (Fußbodenheizung)
  • Kurze Leitungswege zwischen Außen- und Inneneinheit
  • Ausreichende Stromversorgung bereits vorhanden
  • Erfahrenes Installationsteam mit guter Planung

Verlängern die Dauer:

  • Umfangreiche Demontage der Altheizung (bes. Ölheizung)
  • Heizkörpertausch oder Anpassung erforderlich
  • Komplexe Leitungsverlegung durch mehrere Etagen
  • Schlechte Witterung (Frost, starker Regen)
  • Zusätzliche Sonderwünsche oder nachträgliche Änderungen

Tipps zur Verkürzung der Installationszeit

  • Frühe Planung: Beginne 2-3 Monate vor dem gewünschten Installationstermin mit Planung und Förderantrag
  • Optimale Jahreszeit: Frühling und Herbst sind ideal – weniger Auslastung der Installateure und bessere Witterung
  • Alles vorbereiten: Räume den Heizungsraum aus, stelle Zufahrt sicher und kläre alle Fragen vorab
  • Flexibilität: Sei flexibel bei Terminen, um Wartezeiten zu minimieren
  • Ein Ansprechpartner: Wähle einen Komplettanbieter wie vind, der alle Gewerke koordiniert

Kostenübersicht für die Montage einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die Kosten einer Wärmepumpen-Montage setzen sich aus Gerät, Installation und möglichen Zusatzarbeiten zusammen. Hier siehst du, welche Kosten typischerweise anfallen.

Die Kosten einer Wärmepumpen-Montage setzen sich aus Gerät, Installation und möglichen Zusatzarbeiten zusammen. Hier siehst du, welche Kosten typischerweise anfallen.

Kosten-Rechner: Was kostet deine Wärmepumpe?

Gesamtkosten
28.000
BAFA-Förderung (60%)
-16.800
Deine Kosten
11.200

Dies ist eine beispielhafte Berechnung. Die tatsächlichen Kosten hängen von vielen Faktoren ab. Bei vind erhältst du einen exakten Festpreis nach individueller Planung.

Kostenverteilung bei typischer Installation

Beispielhafte Kostenverteilung für ein 150 m² Einfamilienhaus mit 10 kW Wärmepumpe. Die Montagekosten machen etwa 15-20% der Gesamtkosten aus.

Detaillierte Kostenpositionen

Wärmepumpe
12.000
Pufferspeicher
2.000
Warmwasserspeicher
1.500
Montage
4.000
Elektrik
1.500
Zusatzarbeiten
2.000
Gesamt23.000

Durchschnittliche Montagekosten

Installation Außeneinheit800-1.500 €
Installation Inneneinheit1.200-2.000 €
Kältemittel-Leitungen verlegen600-1.200 €
Hydraulische Anbindung800-1.500 €
Elektrische Installation1.000-1.800 €
Gesamt Montage2.500-6.000 €

Zusätzliche Kostenfaktoren

  • Demontage Altheizung: 1.000-3.000 € (je nach Heizungstyp)
  • Öltank-Entsorgung: 800-2.500 € (bei Ölheizung)
  • Fundament Außeneinheit: 300-800 € (falls nicht vorhanden)
  • Heizkörpertausch: 200-500 € pro Heizkörper
  • Schallschutzmaßnahmen: 200-1.000 € (Haube, Matte)
  • Smart-Grid/PV-Integration: 300-800 €

Fördermöglichkeiten und finanzielle Unterstützung 2026

Mit der richtigen Förderung lassen sich die Investitionskosten erheblich reduzieren. Hier ein Überblick der wichtigsten Programme:

BAFA-Förderung

Bundesförderung für effiziente Gebäude

Grundförderung: 30% der förderfähigen Kosten
Klimageschwindigkeitsbonus: +30% (bis Ende 2028)
Effizienzbonus: +5% (für besonders effiziente WP)
Einkommensbonus: +5-10% (für niedrige Einkommen)

Maximal 70% Förderung möglich!

Weitere Förderungen

Ergänzende Programme und Vorteile

KfW-Kredit 270: Zinsgünstiger Ergänzungskredit
Steuerliche Förderung: 20% über 3 Jahre absetzbar
Regionale Programme: Zusatzzuschüsse der Bundesländer
Wärmepumpen-Stromtarif: 20–30% günstigerer Strompreis

Alle Details zu aktuellen Förderprogrammen, Voraussetzungen und Antragsstellung findest du in unserem Förderratgeber für Wärmepumpen 2026.

Kosten-Nutzen-Analyse: Lohnt sich eine Wärmepumpe?

Investition (Beispiel 150 m²)

Gesamtkosten:25.000 €
BAFA-Förderung (60%):-15.000 €
Eigenanteil:10.000 €

Jährliche Einsparung

Alte Gasheizung:2.400 €/Jahr
Mit Wärmepumpe:1.200 €/Jahr
Einsparung:1.200 €/Jahr

Durch Förderung und niedrigere Heizkosten kann sich die Investition oft schon nach etwa 8 bis 9 Jahren rechnen. Danach profitierst du von reinen Einsparungen. Über die Lebensdauer von 20+ Jahren sparst du über 14.000 €.

Wichtige Tipps für eine erfolgreiche Wärmepumpen-Installation

Mit diesen bewährten Tipps stellst du sicher, dass deine Wärmepumpe optimal installiert wird und über viele Jahre effizient und zuverlässig arbeitet.

Mit diesen Punkten kannst du die Montage gut begleiten und dafür sorgen, dass deine Wärmepumpe lange effizient und zuverlässig arbeitet.

Auswahl hochwertiger Komponenten

  • Markenhersteller: Setze auf etablierte Marken wie Vaillant, Viessmann, Daikin oder NIBE mit langjähriger Garantie
  • Effizienzklasse: Achte auf hohe Jahresarbeitszahl (JAZ > 4,0) und SCOP-Wert > 4,5 für Effizienzbonus
  • Pufferspeicher: Investiere in ausreichend dimensionierten Pufferspeicher (mind. 50 L pro kW Heizleistung)
  • Regelungstechnik: Moderne Inverter-Technik und smarte Regelung für optimale Effizienz

Hydraulischer Abgleich ist Pflicht

  • Warum wichtig: Ohne hydraulischen Abgleich arbeitet die Wärmepumpe bis zu 15% ineffizienter
  • Fördervoraussetzung: Der hydraulische Abgleich ist zwingend für BAFA-Förderung erforderlich
  • Was passiert: Alle Heizkörper werden so eingestellt, dass jeder Raum die richtige Wärmemenge erhält
  • Dokumentation: Bitte um den Nachweis – er sichert deine Förderung ab

Qualität der Installation prüfen

  • Kältemittel-Dichtheit: Bitte um eine dokumentierte Leckageprüfung – sie ist vorgeschrieben
  • Elektrische Messungen: Lass dir das Protokoll für Erdung und Schutzmaßnahmen zeigen
  • Druckprüfung: Fordere das Prüfprotokoll für den dichten Heizkreis an
  • Probelauf: Bestehe auf mehrstündigem Probelauf in allen Betriebsmodi vor Abnahme

Digitale Tools zur Überwachung nutzen

  • Monitoring-App: Nutze die Hersteller-App zur Überwachung von Temperaturen, Verbräuchen und Effizienz
  • Smart-Grid-Steuerung: Kopplung mit PV-Anlage für maximalen Eigenverbrauch und niedrigste Betriebskosten
  • Fernwartung: Aktiviere Fernwartungszugang für schnelle Problemdiagnose durch den Installateur
  • Verbrauchsauswertung: Kontrolliere regelmäßig die Jahresarbeitszahl (sollte > 3,5 sein)

Gut zu wissen: Langfristige Vorteile einer professionellen Installation

Wirtschaftliche Vorteile:
  • • Bis zu 15% höhere Effizienz durch optimale Installation
  • • Längere Lebensdauer (20-25 statt 15-18 Jahre)
  • • Geringere Wartungskosten durch weniger Verschleiß
  • • Volle Garantieleistung des Herstellers
Weitere Vorteile:
  • • Höherer Wohnkomfort durch gleichmäßige Wärmeverteilung
  • • Leiserer Betrieb durch fachgerechte Dämpfung
  • • Rechtssicherheit bei Genehmigungen und Förderung
  • • Besserer Wiederverkaufswert der Immobilie

Energieeffizienz nach der Installation optimieren

Nach der Installation kannst du mit den richtigen Einstellungen den Stromverbrauch senken und die Effizienz deiner Wärmepumpe langfristig verbessern.

Nach der Installation kannst du mit den richtigen Einstellungen den Stromverbrauch senken und die Effizienz deiner Wärmepumpe langfristig verbessern.

Optimale Heizkurve einstellen

Die Heizkurve bestimmt, wie viel Wärme bei welcher Außentemperatur erzeugt wird. Eine zu steile Kurve verschwendet Energie, eine zu flache führt zu kalten Räumen.

  • Startpunkt: Beginne mit einer Standardeinstellung (z.B. Neigung 1,2)
  • Feintuning: Passe in 0,1er Schritten an, bis alle Räume gleichmäßig warm sind
  • Nachtabsenkung: Reduziere nachts um 2-3°C (spart 6-10% Energie)
  • Urlaubsmodus: Nutze Absenkung auf 15-16°C bei längerer Abwesenheit

Vorlauftemperatur minimieren

Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Jedes Grad weniger spart etwa 2,5% Stromkosten.

  • Ideal: 30-35°C bei Fußbodenheizung, 40-50°C bei Heizkörpern
  • Test: Senke die Vorlauftemp. schrittweise, bis Räume nicht mehr ausreichend warm werden
  • Witterungsgeführt: Automatische Anpassung an Außentemperatur aktivieren
  • Warmwasser: Stelle auf 50-55°C (einmal wöchentlich auf 60°C gegen Legionellen)

PV-Überschussladen nutzen

Wenn du eine Solaranlage hast, kann die Wärmepumpe tagsüber mit überschüssigem Solarstrom laufen und den Pufferspeicher „aufladen".

  • Smart-Grid-Ready: Moderne Wärmepumpen haben eine SG-Ready Schnittstelle für PV-Steuerung
  • Thermische Speicherung: Pufferspeicher nimmt Solarüberschuss als Wärme auf
  • Zeitverschiebung: Warmwasserbereitung auf sonnige Stunden legen
  • Einsparung: Bis zu 60% der Betriebskosten durch eigenen Solarstrom

Mehr dazu in unserem Artikel Heizen mit Solaranlage.

Regelmäßige Wartung sicherstellen

Eine gut gewartete Wärmepumpe arbeitet effizienter und hält länger. Plane jährliche Wartungen ein.

  • Jährliche Inspektion: Filter reinigen, Kältemittel prüfen, Drücke kontrollieren (Kosten: 150-300 €/Jahr)
  • Außeneinheit freihalten: Laub, Schnee und Schmutz regelmäßig entfernen
  • Abtauzyklen beobachten: Häufiges Abtauen deutet auf Einstellungsprobleme hin
  • Wartungsvertrag: Sichert regelmäßige Checks und Priorisierung bei Störungen

Details zur Wartung: Betrieb & Wartung von Wärmepumpen.

5 Sofortmaßnahmen für höhere Effizienz

1. Thermostate richtig nutzen

Raumthermostate auf konstante Temperatur stellen, nicht ständig hoch/runter drehen

2. Türen geschlossen halten

Verhindere Wärmeverluste zwischen beheizten und unbeheizten Räumen

3. Heizkörper freihalten

Keine Möbel oder Vorhänge vor Heizkörpern – behindert Luftzirkulation

4. Stoßlüften statt Kipplüften

3x täglich 5-10 Min. Stoßlüften spart mehr Energie als dauerhaft gekippte Fenster

5. Systemdruck kontrollieren

Heizkreisdruck sollte bei 1,5-2,0 bar liegen – zu niedriger Druck senkt Effizienz

Häufige Fragen zur Montage von Wärmepumpen im Einfamilienhaus

Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen rund um die Installation von Luft-Wasser-Wärmepumpen.

Die Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe dauert im Durchschnitt 2-5 Tage. Die Außeneinheit wird in 0,5-1 Tag installiert, die Inneneinheit und Hydraulik in 1-2 Tagen und die Inbetriebnahme nimmt weitere 0,5-1 Tag in Anspruch. Bei einem Heizungstausch mit Demontage der Altheizung können zusätzlich 1-3 Tage anfallen. Die Gesamtdauer vom Auftrag bis zur fertigen Anlage beträgt meist 4-8 Wochen.

Weiterführende Informationen und Ressourcen

Vertiefe dein Wissen mit diesen weiterführenden Ressourcen und offiziellen Quellen zu Wärmepumpen, Förderung und energetischer Sanierung.

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