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Wärmepumpe Dimensionierung

Welche Wärmepumpen-Größe brauche ich? Heizlast als Grundlage

Die richtige Größe deiner Wärmepumpe ist entscheidend für Effizienz, Komfort und Wirtschaftlichkeit. Erfahre, wie du die optimale Wärmepumpengröße basierend auf deiner Heizlast ermittelst – mit interaktiven Tools und praktischen Beispielen.

Inhaltsverzeichnis

Autor: vind•26. Januar 2026•14 Min. Lesezeit

Die richtige Größe deiner Wärmepumpe ist entscheidend für Effizienz, Komfort und Wirtschaftlichkeit. Erfahre in diesem umfassenden Leitfaden, wie du die optimale Wärmepumpengröße basierend auf deiner Heizlast ermittelst.

Die Frage nach der richtigen Wärmepumpengröße ist eine der wichtigsten Entscheidungen beim Heizungswechsel. Eine zu große Wärmepumpe kostet dich mehrere tausend Euro mehr und arbeitet ineffizient. Eine zu kleine Wärmepumpe wird dein Haus an kalten Tagen nicht warm bekommen.

Die gute Nachricht: Mit der richtigen Heizlastberechnung findest du die perfekte Größe. In diesem Leitfaden zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du von deiner Heizlast zur optimalen Wärmepumpengröße kommst.

Gut zu wissen

Die Heizlast (in kW) ist die Wärmeleistung, die deine Heizung an den kältesten Tagen des Jahres erbringen muss. Sie ist die Grundlage für die Dimensionierung deiner Wärmepumpe. Berechne deine Heizlast mit unserem kostenlosen Heizlastrechner.

Die Grundlagen der Wärmepumpen-Dimensionierung

Die Dimensionierung einer Wärmepumpe folgt einem klaren Prinzip: Die Heizleistung der Wärmepumpe muss die Heizlast deines Gebäudes abdecken können.

Was bedeutet "Größe" bei einer Wärmepumpe?

Mit "Größe" ist die Nennwärmeleistung der Wärmepumpe gemeint, angegeben in Kilowatt (kW). Das ist die maximale Heizleistung, die die Wärmepumpe unter bestimmten Normbedingungen erbringen kann.

Beispiele typischer Wärmepumpengrößen:

  • 4-6 kW: Passivhäuser, sehr gut gedämmte kleine Gebäude
  • 6-8 kW: Neubauten nach KfW 55 Standard, gut sanierte Altbauten (ca. 120-150 m²)
  • 8-12 kW: Teilsanierte Altbauten, größere Neubauten (ca. 150-200 m²)
  • 12-16 kW: Unsanierte Altbauten, größere Gebäude mit mittlerem Dämmstandard
  • 16+ kW: Große Altbauten, Mehrfamilienhäuser

Gut zu wissen

Wichtig: Die Wohnfläche allein ist KEIN zuverlässiger Indikator für die benötigte Wärmepumpengröße. Ein 140 m² Altbau kann 15 kW benötigen, während ein ebenso großes Passivhaus mit 4 kW auskommt. Entscheidend ist die Heizlast.

Warum ist die richtige Größe so wichtig?

Die Dimensionierung deiner Wärmepumpe hat massive Auswirkungen auf:

Anschaffungskosten

Jeder zusätzliche kW kostet ca. 600-1.000€. Eine um 5 kW zu große Wärmepumpe kostet dich 3.000-5.000€ mehr.

Effizienz (JAZ)

Überdimensionierte Wärmepumpen takten häufiger (schalten oft an und aus), was die Jahresarbeitszahl (JAZ) um 10-20% verschlechtert.

Stromkosten

Eine schlechtere JAZ bedeutet höheren Stromverbrauch. Bei 10.000 kWh Wärmebedarf und 10% schlechterer JAZ zahlst du ca. 300€/Jahr mehr.

Lebensdauer

Häufiges Takten belastet den Kompressor und verkürzt die Lebensdauer der Wärmepumpe.

Gut zu wissen

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt an, wie viel Wärme die Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom erzeugt. Eine JAZ von 4,0 bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme. Je höher, desto effizienter.

Das Goldilocks-Prinzip: Nicht zu groß, nicht zu klein

Die optimale Wärmepumpengröße liegt in einem schmalen Korridor:

  • Zu klein (unter 100% Heizlast): Die Wärmepumpe kann an kalten Tagen die gewünschte Temperatur nicht halten. Der elektrische Heizstab muss einspringen, was sehr teuer ist.
  • Optimal (100-115% Heizlast): Die Wärmepumpe deckt die Heizlast ab und hat einen kleinen Puffer für besonders kalte Tage.
  • Zu groß (über 120% Heizlast): Die Wärmepumpe läuft die meiste Zeit im Teillastbetrieb, taktet häufig und arbeitet ineffizient.

Im nächsten Abschnitt schauen wir uns genau an, wie du von deiner Heizlast zur optimalen Wärmepumpengröße kommst.

Von der Heizlast zur Wärmepumpengröße: Die Realität

In der Theorie klingt es einfach: Heizlast berechnen, passende Wärmepumpe wählen, fertig. Die Praxis sieht anders aus: Wärmepumpen gibt es nicht in jeder beliebigen Größe.

Schritt 1: Heizlast berechnen

Ermittle zunächst deine Heizlast in Kilowatt (kW). Das ist die Wärmeleistung, die deine Heizung an den kältesten Tagen des Jahres erbringen muss.

Du kannst deine Heizlast mit unserem kostenlosen Heizlastrechner in wenigen Minuten berechnen. Alternativ kannst du eine DIN EN 12831 Berechnung von einem Energieberater durchführen lassen.

Beispiel: Einfamilienhaus 140 m²
Transmissionswärmeverluste:6,2 kW
Lüftungswärmeverluste:1,8 kW
Heizlast gesamt:8,0 kW

Schritt 2: Verfügbare Hersteller-Leistungsstufen prüfen

Wärmepumpen gibt es nur in festen Leistungsstufen. Die gängigen Stufen bei Luft-Wasser-Wärmepumpen:

LeistungsstufeTypisch für
4-6 kWKleine Neubauten, KfW 40/55
6-8 kWNeubauten KfW 55, gut sanierte Altbauten
8-10 kWGroße Neubauten, sanierte Altbauten
10-13 kWTeilsanierte Altbauten
13-16 kWUnsanierte Altbauten, große Objekte

Gut zu wissen

Die großen Sprünge zwischen den Stufen (z.B. 6 → 8 → 10 → 13 kW) bedeuten: Deine Heizlast wird fast nie perfekt passen. Du musst zwischen der nächstkleineren oder nächstgrößeren Stufe wählen.

Schritt 3: Die richtige Stufe wählen – mit Heizstab-Strategie

Fast jede moderne Wärmepumpe hat einen integrierten elektrischen Heizstab (typisch 3-9 kW). Dieser schaltet zu, wenn die Wärmepumpe allein nicht ausreicht. Die Frage ist: Wie oft soll er laufen?

Option A: Kleinere Stufe + Heizstab
Beispiel: 8 kW Heizlast → 6 kW Wärmepumpe
Vorteile:
  • ✓ Niedrigere Anschaffungskosten
  • ✓ Längere Laufzeiten = höhere JAZ
  • ✓ Weniger Taktung
Gut wenn: Heizstab <10% der Jahresarbeit übernimmt. Bei 8 kW Heizlast und 6 kW WP läuft der Heizstab aber zu oft → unwirtschaftlich!
Option B: Größere Stufe (90-110%)
Beispiel: 8 kW Heizlast → 8 kW Wärmepumpe
Vorteile:
  • ✓ Heizstab läuft selten (<5%)
  • ✓ Reserve an sehr kalten Tagen
  • ✓ Geeignet bei unsicherer Dämmqualität
Gut wenn: Die nächstgrößere Stufe maximal 10-15% über der Heizlast liegt. Bei 8 kW Heizlast ist eine 8-10 kW WP optimal.

Gut zu wissen

Faustregel: Die Wärmepumpe sollte zwischen 90% und 110% deiner Heizlast liegen. Liegt sie darunter, läuft der Heizstab zu oft (unwirtschaftlich). Liegt sie deutlich darüber (>120%), wird die Überdimensionierung zum Problem.

Praxisbeispiel: Die richtige Wahl

Berechnete Heizlast: 9,0 kW
Verfügbare Optionen:
8 kW Wärmepumpe
  • → 89% der Heizlast
  • → Heizstab-Anteil: ~12-15%
  • → JAZ gesamt: ~4,0
✗ Heizstab läuft zu oft
10 kW Wärmepumpe ✓
  • → 111% der Heizlast
  • → Heizstab-Anteil: <3%
  • → JAZ gesamt: ~4,5
✓ Optimal dimensioniert
13 kW Wärmepumpe
  • → 144% der Heizlast
  • → Viel Taktung
  • → JAZ gesamt: ~4,1
⚠ Überdimensioniert
Entscheidung: Die 10 kW Wärmepumpe ist optimal. Sie liegt 11% über der Heizlast, deckt diese sicher ab und der Heizstab läuft nur an wenigen sehr kalten Tagen.

Wichtig: Auf die Betriebsbedingungen achten

Die Nennleistung einer Wärmepumpe wird unter genormten Bedingungen angegeben (z.B. A7/W35 für Luft-Wasser-WP: 7°C Außentemperatur, 35°C Vorlauftemperatur).

Bei anderen Bedingungen ändert sich die Leistung! Eine 10 kW Wärmepumpe (bei A7/W35) liefert bei -10°C Außentemperatur und 45°C Vorlauftemperatur möglicherweise nur noch 7-8 kW.

Gut zu wissen

Achte darauf, dass die Wärmepumpe bei deinen tatsächlichen Auslegungsbedingungen (Außentemperatur am Standort, benötigte Vorlauftemperatur) die erforderliche Leistung erbringt. Die Hersteller-Datenblätter zeigen die Leistung bei verschiedenen Bedingungen.

Im nächsten Abschnitt kannst du die optimale Größe deiner Wärmepumpe interaktiv ermitteln – inklusive Berücksichtigung der verfügbaren Leistungsstufen.

Wärmepumpengröße interaktiv ermitteln

Nutze unseren interaktiven Rechner, um die optimale Größe deiner Wärmepumpe basierend auf deiner Heizlast zu ermitteln.

Interaktiver Größenrechner

3 kW20 kW
8.0kW
Sanierte Altbauten mit neuen Heizkörpern
Verfügbare Hersteller-Leistungsstufen
6 kW
75% der Heizlast
Heizstab-Anteil: ~8%
8 kW ✓
Perfekte Übereinstimmung
✓ Ideal dimensioniert
10 kW
125% der Heizlast
Heizstab-Anteil: <3%
⚠ Über 120% der Heizlast – Überdimensionierung
Empfohlene Wärmepumpengröße
8 kW
100% der Heizlast • Heizstab-Anteil: ~0%
Bei 45°C Vorlauftemperatur prüfe im Datenblatt die tatsächliche Leistung! Die Nennleistung gilt für 35°C.
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Mit dem vind Heizlastrechner ermittelst du in wenigen Minuten deine Heizlast und erhältst eine Empfehlung für die passende Wärmepumpengröße.

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Der vind Heizlastrechner führt eine überschlägige, geschossweise Berechnung durch. Für BAFA-Förderanträge ist eine detaillierte DIN-Berechnung erforderlich.

Der entscheidende Einfluss der Vorlauftemperatur

Ein häufig übersehener Faktor bei der Dimensionierung: Die Vorlauftemperatur hat einen massiven Einfluss auf die tatsächliche Leistung deiner Wärmepumpe.

Warum ist die Vorlauftemperatur so wichtig?

Die Nennleistung einer Wärmepumpe wird bei einer bestimmten Vorlauftemperatur angegeben (meist 35°C). Je höher die Vorlauftemperatur, desto mehr muss die Wärmepumpe "arbeiten" und desto geringer wird ihre Leistung.

Gut zu wissen

Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers, das von der Wärmepumpe zu den Heizkörpern oder zur Fußbodenheizung geschickt wird. Fußbodenheizungen benötigen niedrige Temperaturen (28-35°C), alte Heizkörper oft höhere (50-55°C).
Typische Leistungsabnahme bei höherer Vorlauftemperatur
35°C
100% Leistung (Referenz)
Ideal für Fußbodenheizung und Niedertemperaturheizkörper
45°C
ca. 85-90% Leistung
Typisch für sanierte Altbauten mit neuen Heizkörpern
55°C
ca. 70-80% Leistung
Alte Heizkörper in unsanierten Altbauten

Leistungskurve: Beispiel 12 kW Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die folgende Grafik zeigt die tatsächliche Leistung einer 12 kW Wärmepumpe (Nennleistung bei A7/W35) bei verschiedenen Außentemperaturen und Vorlauftemperaturen.

Eine 12 kW Wärmepumpe (Nennleistung bei A7/W35) liefert bei -10°C Außentemperatur und 55°C Vorlauf nur noch etwa 7,6 kW – eine Reduktion von über 35%!

Konsequenzen für die Dimensionierung

Wenn du weißt, dass deine Wärmepumpe mit höheren Vorlauftemperaturen arbeiten muss, musst du dies bei der Dimensionierung berücksichtigen:

Beispielrechnung
Szenario: Heizlast 10 kW, Altbau mit Heizkörpern, benötigte Vorlauftemperatur 50°C
Falsche Dimensionierung:
10 kW × 1,15 = 11,5 kW Wärmepumpe (Nennleistung A7/W35)
→ Bei 50°C Vorlauf nur noch ca. 9 kW verfügbar
→ Zu klein!
Richtige Dimensionierung:
10 kW ÷ 0,8 (Leistungsfaktor bei 50°C) = 12,5 kW
12,5 kW × 1,15 = 14,4 kW Wärmepumpe
→ Bei 50°C Vorlauf ca. 11,5 kW verfügbar ✓

Gut zu wissen

Wichtig: Prüfe im Datenblatt des Herstellers, welche Leistung die Wärmepumpe bei deinen tatsächlichen Betriebsbedingungen (Auslegungstemperatur deines Standorts + benötigte Vorlauftemperatur) erbringt. Die Nennleistung allein reicht nicht aus!

Lohnt sich eine Heizkörperoptimierung?

Wenn deine Heizlast eine große Wärmepumpe erfordert, nur weil deine Heizkörper hohe Vorlauftemperaturen benötigen, kann es wirtschaftlich sein, zunächst die Heizkörper zu vergrößern oder gegen Niedertemperaturheizkörper zu tauschen.

Kostenvergleich
Option 1: Größere Wärmepumpe (16 kW statt 12 kW)
Mehrkosten: ca. 2.500€ + höherer Stromverbrauch durch schlechtere Effizienz
Option 2: Heizkörper optimieren + kleinere Wärmepumpe
Kosten neue Heizkörper: ca. 2.000-3.000€, aber bessere Effizienz und niedrigere Betriebskosten

In vielen Fällen amortisiert sich die Heizkörperoptimierung durch die bessere Effizienz innerhalb von 5-10 Jahren.

Dimensionierungsunterschiede nach Wärmepumpentyp

Die Heizlast bleibt immer die Grundlage, aber die Art der Wärmepumpe beeinflusst, wie du den Sicherheitszuschlag wählst und welche Betriebsbedingungen du berücksichtigen musst.

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Luft-Wasser-Wärmepumpe
Nutzt Außenluft als Wärmequelle
Besonderheiten:
  • • Leistung sinkt bei niedrigen Außentemperaturen (genau dann, wenn sie gebraucht wird!)
  • • Bei -15°C etwa 15-25% weniger Leistung als bei +7°C (Normpunkt)
  • • Zusätzlich Abtauverluste bei Temperaturen um 0°C (Vereisung des Verdampfers)
Empfohlener Sicherheitszuschlag:
13-15%, in sehr kalten Regionen bis 20%
Wichtig bei der Auswahl:
  • • Prüfe die Leistung bei der Auslegungstemperatur deines Standorts (z.B. A-10/W35 für München)
  • • Achte auf gute Leistungszahlen bei niedrigen Temperaturen (COP bei A-10 oder A-15)
  • • Berücksichtige die benötigte Vorlauftemperatur (bei Altbauten mit Heizkörpern)
Beispielrechnung Luft-Wasser-WP
Heizlast (berechnet):9,0 kW
Sicherheitszuschlag (15%):+ 1,35 kW
Empfohlene Größe:10,4 kW → 10-11 kW WP
Prüfe im Datenblatt: Leistung bei A-12/W45 (falls Heizkörper) sollte mindestens 9 kW betragen.

Sole-Wasser-Wärmepumpen (Erdwärme)

Sole-Wasser-Wärmepumpe
Nutzt Erdreich als Wärmequelle (Erdkollektor oder Erdsonde)
Besonderheiten:
  • • Konstante Quelltemperatur (Erdreich hat das ganze Jahr über etwa 8-12°C)
  • • Leistung bleibt auch bei extremen Außentemperaturen stabil
  • • Keine Abtauverluste
  • • Höhere Effizienz (bessere JAZ) als Luft-WP
Empfohlener Sicherheitszuschlag:
10-12% reicht in der Regel aus
Wichtig bei der Auswahl:
  • • Erdkollektor muss ausreichend dimensioniert sein (ca. 1,5-2x Wohnfläche)
  • • Bei Erdsonden: Tiefenbohrung muss zur Leistung passen (ca. 50 W/m Sonde)
  • • Vorlauftemperatur sollte möglichst niedrig sein (ideal: 35°C) für beste Effizienz
Beispielrechnung Sole-Wasser-WP
Heizlast (berechnet):9,0 kW
Sicherheitszuschlag (10%):+ 0,9 kW
Empfohlene Größe:9,9 kW → 10 kW WP
Erdkollektor: ca. 210-280 m² Fläche (bei 140 m² Wohnfläche)
Oder Erdsonde: ca. 200m Tiefe (10 kW ÷ 50 W/m = 200m)

Wasser-Wasser-Wärmepumpen (Grundwasser)

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Ähnlich wie Sole-Wasser-WP: Konstante Quelltemperatur (Grundwasser meist 8-12°C), sehr stabile Leistung, hohe Effizienz.

Sicherheitszuschlag: 10%, allerdings ist eine wasserrechtliche Genehmigung erforderlich und die Installation aufwändiger (Förder- und Schluckbrunnen).

Vergleich der Dimensionierung

TypZuschlagLeistungsstabilitätJAZ typisch
Luft-Wasser13-15%Temperaturabhängig ↓3,0-3,5
Sole-Wasser10-12%Sehr stabil →4,0-4,5
Wasser-Wasser10%Sehr stabil →4,5-5,0

Gut zu wissen

Die höheren Anschaffungskosten von Sole- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen (Erdarbeiten, Bohrungen) werden oft durch die bessere Effizienz und stabilere Leistung ausgeglichen.

Häufige Fehler bei der Wärmepumpen-Dimensionierung

Selbst Fachbetriebe machen bei der Dimensionierung oft Fehler. Hier sind die häufigsten Fallstricke – und wie du sie vermeidest.

Fehler #1: Dimensionierung nur nach Wohnfläche

"140 m² Haus = 10 kW Wärmepumpe" ist eine viel zu grobe Daumenregel

Warum das falsch ist: Ein 140 m² Passivhaus braucht vielleicht 3 kW, ein ebenso großer Altbau kann 15 kW benötigen. Die Wohnfläche sagt nichts über die Dämmung, Fensterfläche oder Gebäudegeometrie aus.
Richtig machen:

Immer eine vollständige Heizlastberechnung durchführen, die Dämmstandard, U-Werte, Fensterflächen und Standort berücksichtigt.

Fehler #2: Zu hohe "Sicherheitszuschläge"

"Lieber eine Nummer größer, zur Sicherheit" – ein teurer Irrtum

Warum das falsch ist: Manche Installateure addieren 30% oder mehr "zur Sicherheit". Das führt zu massiver Überdimensionierung mit häufigem Takten, schlechter JAZ und höheren Kosten.
Richtig machen:

Sicherheitszuschlag von maximal 10-15% (Luft-WP) bzw. 10% (Sole-WP). Mehr ist kontraproduktiv und kostet Effizienz.

Fehler #3: Vorlauftemperatur nicht berücksichtigen

Die Nennleistung gilt nur bei bestimmter Vorlauftemperatur

Warum das falsch ist: Eine 10 kW Wärmepumpe (bei 35°C VL) liefert bei 55°C VL oft nur noch 7-8 kW. Wer das ignoriert, wundert sich im Winter über kalte Räume.
Richtig machen:

Prüfe im Datenblatt die Leistung bei deiner tatsächlich benötigten Vorlauftemperatur. Bei Altbauten mit Heizkörpern eventuell Heizkörper vergrößern, um mit niedrigerer VL auszukommen.

Fehler #4: Alte Heizung als Referenz nehmen

"Die alte Gasheizung hatte 18 kW, also brauche ich 18 kW Wärmepumpe"

Warum das falsch ist: Alte Heizungen wurden oft massiv überdimensioniert (Faktoren 2-3x). Eine 18 kW Gasheizung bedeutet NICHT, dass du 18 kW Heizlast hast.
Richtig machen:

Ignoriere die alte Heizung komplett. Berechne die tatsächliche Heizlast neu. Oft reicht eine Wärmepumpe, die nur halb so groß ist wie die alte Gasheizung.

Fehler #5: Warmwasserbedarf nicht einrechnen

Bei monovalenter Warmwasserbereitung wird zusätzliche Leistung benötigt

Warum das falsch ist: Wenn die Wärmepumpe auch Warmwasser bereiten soll (ohne Heizstab), braucht sie während der Warmwasserladung zusätzliche Leistung. Geschieht das gleichzeitig mit dem Heizen, kann es knapp werden.
Richtig machen:

Für monovalente Warmwasserbereitung zusätzlich 5-10% auf die Heizlast addieren, oder einen ausreichend großen Pufferspeicher vorsehen, um Heizen und Warmwasser zeitlich zu trennen.

Fehler #6: Auslegungstemperatur falsch gewählt

Die Auslegungstemperatur am Standort ist entscheidend

Warum das falsch ist: Die Auslegungstemperatur variiert je nach Region (-10°C bis -16°C in Deutschland). Eine falsche Annahme führt zu falscher Heizlast und damit falscher Größe.
Richtig machen:

Verwende die korrekte Auslegungstemperatur für deinen Standort (nach DIN/VDI 4710). Der vind Heizlastrechner berücksichtigt dies automatisch basierend auf deiner PLZ.

Gut zu wissen

Tipp: Lass dir von deinem Installateur die Heizlastberechnung zeigen und prüfe, ob sie plausibel ist. Vergleiche die Heizlast mit Referenzwerten für deinen Gebäudetyp. Bei Zweifeln hole eine zweite Meinung ein – eine falsche Dimensionierung kostet dich über die Lebensdauer der Anlage Tausende Euro.

Praxisbeispiele: Wärmepumpen-Dimensionierung

Schauen wir uns konkrete Beispiele an, wie die Dimensionierung in der Praxis aussieht. So bekommst du ein Gefühl für realistische Größen.

KfW 55 Neubau

150 m² • Frankfurt (-12°C)
Gebäudecharakteristik
Dämmstandard
KfW 55
Heizsystem
Fußbodenheizung
U-Wert Außenwand
0,24 W/(m²·K)
U-Wert Fenster
1,10 W/(m²·K)
Heizlastberechnung
Transmissionswärmeverluste:4.8 kW
Lüftungswärmeverluste:1.4 kW
Heizlast gesamt:6.2 kW
Dimensionierung
Heizlast:6.2 kW
Sicherheitszuschlag (13%):+ 0.8 kW
Empfohlene Größe:7.0 kW
Wärmepumpenauswahl
7 kW
Typ: Luft-Wasser (empfohlen) oder Sole-Wasser
Vorlauftemperatur: 35°C
Wichtige Hinweise:
Optimal für Luft-Wasser-Wärmepumpe. Bei guter Planung JAZ von 4,0-4,2 erreichbar. Kombination mit Photovoltaik sehr sinnvoll.

Gut zu wissen

Diese Beispiele basieren auf überschlägigen Berechnungen. Für dein konkretes Gebäude solltest du eine genaue Heizlastberechnung durchführen. Nutze dafür unseren kostenlosen Heizlastrechner.

Was du aus diesen Beispielen lernen kannst

  • Der Dämmstandard ist entscheidend: Ein Passivhaus braucht weniger als ein Viertel der Heizleistung eines unsanierten Altbaus gleicher Größe.
  • Die Wohnfläche allein sagt nichts aus: Ein 140 m² Haus kann zwischen 3 kW und 15+ kW Heizlast haben.
  • Bei Altbauten erst sanieren: Eine Wärmepumpe im unsanierten Altbau ist meist unwirtschaftlich. Zuerst Dach und Kellerdecke dämmen, dann Wärmepumpe planen.
  • Die Vorlauftemperatur beeinflusst die Größe: Bei 45°C oder 55°C VL muss die Wärmepumpe größer gewählt werden, da die Leistung bei höheren Temperaturen sinkt.

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Häufig gestellte Fragen

Die richtige Wärmepumpengröße basiert auf deiner Heizlast. Berechne zunächst deine Heizlast (z.B. mit dem vind Heizlastrechner), addiere 10-15% Sicherheitszuschlag, und wähle eine Wärmepumpe mit dieser Nennleistung. Beispiel: Bei 8 kW Heizlast wählst du eine 9-10 kW Wärmepumpe.
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