Aktualisiert: 28. Januar 2026 16 Min. Lesezeit

Wallbox mit Solaranlage kombinieren

Dein E-Auto klimaneutral und bis zu 80% günstiger laden mit selbst erzeugtem Solarstrom – Kosten, Planung & Förderung 2026

Wallbox mit Solaranlage: Die perfekte Kombination fürs E-Auto

Die Elektromobilität boomt – und mit ihr die Frage: Wie lade ich mein E-Auto am günstigsten und umweltfreundlichsten? Die Antwort liegt auf der Hand: mit einer Wallbox in Kombination mit einer Solaranlage. Statt teuren Netzstrom für 30-40 Cent/kWh zu beziehen, lädst du dein Elektroauto mit selbst erzeugtem Solarstrom für nur 8-12 Cent/kWh – das sind bis zu 80% Ersparnis.

Die Kombination von Photovoltaik und Wallbox ist nicht nur finanziell attraktiv, sondern auch ökologisch sinnvoll: Du machst dich unabhängig von steigenden Strompreisen, erhöhst deinen Eigenverbrauch von typisch 30% auf bis zu 60-70% und fährst mit 100% klimaneutralem Solarstrom.

Bis zu 80%

günstiger laden als mit Netzstrom – ca. 600-900 € Ersparnis pro Jahr

60-70%

Eigenverbrauch durch intelligentes Solar-Überschussladen

100% klimaneutral

mit selbst erzeugtem Solarstrom vom eigenen Dach fahren

💡Gut zu wissen

Bei vind kannst du Wallbox und Solaranlage integriert in einem Tool planen – mit transparentem Festpreis, realistischer Ertragsprognose und optimaler Dimensionierung für maximalen Eigenverbrauch.

Vorteile der Kombination Wallbox und Solaranlage

Die Kombination von Wallbox und Solaranlage bringt eine Vielzahl von Vorteilen mit sich – von drastischen Kosteneinsparungen über Klimaschutz bis hin zu echter Energieunabhängigkeit. Hier sind die wichtigsten Argumente, warum sich die Investition lohnt:

Massive Kostenersparnis

Mit Solarstrom lädst du dein E-Auto für 8-12 Cent/kWh statt 30-40 Cent/kWh aus dem Netz. Bei 15.000 km Fahrleistung pro Jahr sparst du 600-900 € jährlich an Stromkosten.

Über 20 Jahre Laufzeit summiert sich die Ersparnis auf über 17.000 € – selbst nach Abzug der Investitionskosten für die Wallbox.

100% klimaneutrales Fahren

Solarstrom ist zu 100% CO₂-frei. Mit einer 10 kWp Solaranlage vermeidest du jährlich ca. 2-3 Tonnen CO₂ nur durch das E-Auto-Laden – verglichen mit einem Verbrenner.

Über die Lebensdauer der Anlage (25+ Jahre) entspricht das der CO₂-Kompensation von über 50 Tonnen.

Höherer Eigenverbrauch

Ohne E-Auto liegt der Eigenverbrauch einer Solaranlage typisch bei 30-35%. Mit Wallbox und intelligentem Lademanagement steigt er auf 60-70%.

Jede selbst genutzte kWh ist wertvoller als eingespeiste kWh, da die Einspeisevergütung (7-8 Cent/kWh) deutlich niedriger ist als der Strompreis (30-40 Cent/kWh).

Schutz vor Strompreissteigerungen

Die Strompreise sind in den letzten 10 Jahren um über 50% gestiegen. Mit eigener Solaranlage bist du unabhängig von dieser Entwicklung.

Während Netzstrom-Nutzer immer mehr zahlen, bleiben deine Ladekosten stabil bei 8-12 Cent/kWh über 25+ Jahre.

Optionale Speicher-Integration

Mit einem Batteriespeicher (10-15 kWh) lädst du auch abends und nachts mit Solarstrom. Die Eigenverbrauchsquote steigt auf bis zu 80%.

Der Speicher puffert Überschüsse vom Tag und gibt sie nachts zum Laden frei – ideal für Pendler, die abends nach Hause kommen.

Wertsteigerung der Immobilie

Solaranlage und Wallbox steigern den Immobilienwert nachweislich. Häuser mit moderner Energieinfrastruktur erzielen höhere Verkaufspreise.

Käufer sind bereit, 5-10% Aufpreis für ein Haus mit Solaranlage und E-Auto-Ladestation zu zahlen.

Kostenvergleich: Ladekosten pro 100 km

Der Unterschied zwischen Netzstrom, öffentlichen Ladesäulen und Solarstrom ist erheblich. Basis: 20 kWh/100 km Verbrauch.

Mit Solarstrom sparst du bis zu 75% gegenüber öffentlichen Ladesäulen

Kumulierte Ersparnis über 20 Jahre

Bei 15.000 km Fahrleistung pro Jahr und 20 kWh/100 km Verbrauch. Vergleich: Netzstrom (35 Cent/kWh) vs. Solarstrom (10 Cent/kWh).

Über 20 Jahre sparst du über 17.000 € an Ladekosten – selbst nach Abzug der Wallbox-Investition

💡Gut zu wissen

Die Kombination von Wallbox und Solaranlage amortisiert sich in der Regel nach 8-12 Jahren. Danach produzierst du praktisch kostenlosen Strom für weitere 15-20 Jahre. Bei vind erhältst du eine realistische Wirtschaftlichkeitsberechnung inkl. E-Auto-Ladeprofil und individuellem Lastprofil.

So funktioniert das Laden mit Solarstrom

Die Kombination von Wallbox und Solaranlage basiert auf intelligentem Energiemanagement: Ein Energiemanagementsystem (EMS) koordiniert Solarertrag, Hausverbrauch und E-Auto-Laden optimal. Das Ziel: Maximaler Eigenverbrauch des Solarstroms und minimaler Netzbezug.

Der Ablauf beim Solar-Überschussladen

1

Solaranlage erzeugt Strom

Die Solaranlage auf dem Dach erzeugt tagsüber Strom aus Sonnenlicht. Der Wechselrichter wandelt Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) um, der im Haushalt genutzt werden kann.

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Haushalt wird priorisiert versorgt

Zuerst wird der aktuelle Haushaltsverbrauch (Kühlschrank, Beleuchtung, Geräte) gedeckt. Das Energiemanagementsystem erfasst die Leistung in Echtzeit über einen intelligenten Stromzähler oder Energiemesser.

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Überschuss lädt das E-Auto

Der verbleibende Solarstrom-Überschuss wird automatisch an die Wallbox geleitet. Die Wallbox passt die Ladeleistung dynamisch an die verfügbare Solarleistung an – von minimal 1,4 kW (1-phasig) bis maximal 11 kW oder 22 kW (3-phasig).

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Speicher puffert Überschüsse (optional)

Ist ein Batteriespeicher vorhanden, werden Überschüsse zwischengespeichert. Abends und nachts kann das E-Auto dann aus dem Speicher geladen werden – auch wenn keine Sonne scheint.

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Netzstrom als Backup

Reicht der Solarstrom nicht aus (bewölkter Tag, nachts ohne Speicher), wird automatisch Netzstrom zugeschaltet. Das E-Auto lädt weiter – nur eben mit teurem Netzstrom statt günstigem Solarstrom.

Typischer Tagesverlauf: Solar, Hausverbrauch und E-Auto-Laden

Beispiel für einen sonnigen Tag im Sommer mit intelligentem Solar-Überschussladen. Das E-Auto lädt bevorzugt mittags bei maximaler Solarproduktion.

Solarertrag
Hausverbrauch
Wallbox-Laden

Bei optimalem Solar-Überschussladen wird das Auto bevorzugt mittags geladen – wenn die Solaranlage am meisten produziert

Technische Voraussetzungen

1. Intelligente Wallbox

Die Wallbox muss sich ins Energiemanagementsystem integrieren lassen (z.B. via Modbus, EEBUS, OCPP). Empfohlen: Stufenlose Leistungsregelung ab 1,4 kW.

Mehr zu intelligenten Wallboxen

2. Energiemanagementsystem (EMS)

Das EMS koordiniert Solarertrag, Hausverbrauch, Speicher und Wallbox. Viele moderne Wechselrichter haben ein integriertes EMS.

Was ist Energiemanagement?

3. Ausreichende Solaranlagengröße

Für ein Einfamilienhaus mit E-Auto sind 10-15 kWp optimal. Eine 10 kWp Anlage erzeugt ca. 10.000 kWh/Jahr – genug für Haus und E-Auto.

Solaranlage richtig dimensionieren

4. Batteriespeicher (optional, empfohlen)

Ein Speicher (10-15 kWh) erhöht die Eigenverbrauchsquote und ermöglicht abendliches/nächtliches Laden mit Solarstrom.

Stromspeicher Kosten & Größen

💡Gut zu wissen

Bei vind werden Solaranlage, Speicher und Wallbox automatisch optimal dimensioniert. Das System berechnet die ideale Größe basierend auf deinem Stromverbrauch, deinem Fahrprofil und deiner Dachfläche – für maximalen Eigenverbrauch und minimale Kosten.

Planung und Installation: Was du beachten musst

Die Planung einer Wallbox mit Solaranlage erfordert eine ganzheitliche Betrachtung: Wie groß muss die Solaranlage sein? Brauche ich einen Speicher? Welche Wallbox ist die richtige? Bei vind erfolgt die Planung integriert in einem Tool – mit automatischer Dimensionierung und transparentem Festpreis.

Dimensionierungs-Rechner

Ermittle die empfohlene Größe deiner Solaranlage und des Batteriespeichers basierend auf deinem Bedarf:

5.000 km15.000 km30.000 km
15 kWh20 kWh/100 km30 kWh
2.000 kWh4.000 kWh8.000 kWh

E-Auto Jahresverbrauch

3.000 kWh

Empfohlene PV-Größe

8 kWp

Empfohlene Speichergröße

8 kWh

Eine 8 kWp Solaranlage erzeugt ca. 8000 kWh/Jahr und deckt Haus + E-Auto optimal ab

Schritt-für-Schritt: So planst du deine Anlage

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Bedarf ermitteln

Erfasse deinen Jahres-Stromverbrauch (Haushalt + E-Auto). Rechne mit ca. 3.000-4.000 kWh zusätzlich für ein E-Auto bei 15.000 km Fahrleistung. Bei vind wird der Bedarf automatisch aus deinen Angaben berechnet.

Typischer Haushalt: 4.000 kWh + E-Auto: 3.000 kWh = 7.000 kWh Gesamtbedarf
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Solaranlage dimensionieren

Für optimalen Eigenverbrauch sollte die Solaranlage ca. 120-150% des Jahresbedarfs abdecken. Bei 7.000 kWh Bedarf sind das 10-12 kWp PV-Leistung.

Empfehlung: 10-15 kWp für Einfamilienhaus mit E-Auto
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Speichergröße festlegen

Ein Batteriespeicher erhöht die Eigenverbrauchsquote deutlich. Empfohlen: 1-1,5 kWh pro kWp PV-Leistung. Bei 10 kWp sind das 10-15 kWh Speicherkapazität.

Speicher ermöglicht abendliches/nächtliches Laden mit Solarstrom
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Wallbox auswählen

Wähle eine Wallbox mit Solar-Überschussladen und Energiemanagement-Integration. 11 kW Ladeleistung ist für die meisten Einfamilienhäuser ausreichend. 22 kW nur bei großem Solarüberschuss sinnvoll.

Wichtig: Stufenlose Leistungsregelung ab 1,4 kW für optimales Solar-Laden
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Energiemanagement einrichten

Installiere ein Energiemanagementsystem (EMS), das Solarertrag, Hausverbrauch, Speicher und Wallbox koordiniert. Viele moderne Wechselrichter haben ein integriertes EMS.

Das EMS optimiert automatisch den Eigenverbrauch
6

Installation durch Fachbetrieb

Die Installation muss durch einen Elektrofachbetrieb erfolgen. Solaranlage, Speicher, Wallbox und EMS werden aufeinander abgestimmt installiert. Dauer: ca. 2-3 Tage.

Bei vind koordinieren wir die Komplettinstallation durch Fachpartner-Netzwerk

Wichtige Punkte bei der Planung

Netzanschluss prüfen

Wallboxen bis 11 kW sind beim Netzbetreiber nur meldepflichtig. Wallboxen über 11 kW benötigen eine Genehmigung. Bei Altbauten mit schwachem Hausanschluss kann eine Netzanschlusserweiterung nötig sein.

Dachausrichtung und Verschattung

Optimal sind Süd-, Südwest- oder Südost-Dächer mit wenig Verschattung. Auch Ost-West-Dächer sind für E-Auto-Laden gut geeignet, da sie über den Tag verteilt Strom liefern.

Ladeverhalten berücksichtigen

Überlege dir, wann du typischerweise lädst. Pendler, die abends nach Hause kommen, profitieren besonders von einem Batteriespeicher. Wer tagsüber zu Hause ist, kann direkt mit Solarstrom laden.

💡Gut zu wissen

Bei vind erfolgt die komplette Planung automatisiert und transparent. Du gibst deine Eckdaten ein (Stromverbrauch, Fahrleistung, Dachfläche) und erhältst innerhalb von Minuten eine optimierte Konfiguration mit verbindlichem Festpreis – ohne versteckte Kosten.

Förderung 2026: Welche Zuschüsse gibt es?

Die Förderlandschaft für Wallboxen hat sich 2024-2026 stark verändert. Die bundesweite KfW-Förderung für Privatpersonen ist ausgelaufen, jedoch gibt es regionale und kommunale Programme sowie indirekte Förderungen über die Solaranlage. Hier der aktuelle Überblick für 2026:

Bundesförderung (KfW/BAFA)

KfW 442 "Solarstrom für Elektroautos" ausgelaufen

Das KfW-Programm 442, das die Kombination von Wallbox, Solaranlage und Speicher für Privatpersonen mit bis zu 10.200 € förderte, wurde nicht verlängert und ist seit Ende 2023 eingestellt.

Status: Nicht mehr verfügbar für Einfamilienhäuser

Neue Förderung für Mehrparteienhäuser geplant

Für 2026 plant die Bundesregierung ein neues Förderprogramm für Ladestationen in Mehrparteienhäusern (WEG, Mietwohnungen). Auch Kosten für Netzanschlusserweiterungen und elektrische Ertüchtigungen sollen gefördert werden.

Status: In Planung – Details zu Konditionen werden Anfang 2026 erwartet

Regionale Förderprogramme (Bundesländer)

Nordrhein-Westfalen

Programm: progres.nrw – Klimaschutztechnik

Förderung: Bis zu 1.500 € für private Ladepunkte, wenn diese mit Grünstrom betrieben werden

Voraussetzung: Betrieb mit zertifiziertem Ökostrom oder eigener PV-Anlage

Mehr Infos zu progres.nrw

Baden-Württemberg

Förderung: Teilweise Förderung für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG)

Voraussetzung: Mehrstöckige Gebäude und gemeinschaftliche Ladestationen

Für Einfamilienhäuser derzeit keine direkte Landesförderung verfügbar

Andere Bundesländer

In den meisten anderen Bundesländern gibt es derzeit keine landesweiten Förderprogramme für private Wallboxen. Prüfe lokale Programme deiner Stadt oder Gemeinde – viele Kommunen bieten eigene Zuschüsse an.

Kommunale Förderprogramme (Städte & Gemeinden)

Viele Städte und Gemeinden bieten eigene Zuschüsse für Wallboxen an. Die Konditionen und Verfügbarkeit ändern sich häufig – prüfe das aktuelle Angebot deiner Kommune:

Düsseldorf

Programm: Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten

Förderung: Bis zu 50% der Kosten, maximal 2.000 € für Installation einer Ladestation

Gültig: Für Bestandsgebäude und Neubauten

München

Programm: Förderprogramm Elektromobilität

Förderung: Bis zu 40% der Nettokosten, maximal 500 € pro Ladepunkt + bis zu 1.000 € für elektrische Ertüchtigung

Stuttgart

Förderung: Zuschuss für vorbereitende Arbeiten zur Ladeinfrastruktur

Zielgruppe: Vor allem für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG)

Landau (Pfalz)

Förderung: 300 € für Kauf und Installation von Wallboxen

Voraussetzung: Wohnsitz in Landau, mindestens 10 Jahre Betrieb

Hinweis: Kommunale Förderprogramme sind oft budgetiert und können kurzfristig ausgeschöpft sein. Informiere dich frühzeitig bei deiner Stadt oder Gemeinde über aktuelle Programme. Eine Übersicht findest du oft auf der Website deiner Kommune unter "Klimaschutz" oder "Elektromobilität".

Indirekte Förderung über Solaranlagen

Auch wenn die direkte Wallbox-Förderung begrenzt ist, profitierst du von attraktiven Förderungen für die Solaranlage selbst:

0% Mehrwertsteuer auf Solaranlagen

Seit 2023 gilt für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher auf Wohngebäuden 0% Mehrwertsteuer. Das spart bei einer 10 kWp Anlage ca. 3.000-4.000 € an Steuern.

Ersparnis bei 20.000 € Anlage: ca. 3.200 €

Einspeisevergütung

Für ins Netz eingespeisten Solarstrom erhältst du eine garantierte Einspeisevergütung über 20 Jahre. Aktuell (2026): ca. 7-8 Cent/kWh für Anlagen bis 10 kWp.

Jährliche Einnahmen bei 10 kWp: ca. 300-500 €

Steuerliche Erleichterungen

Solaranlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern sind von der Einkommensteuer befreit. Du musst Erträge aus Einspeisung und Eigenverbrauch nicht mehr versteuern.

Wegfall von Steuererklärungen und Steuerlast

KfW-Kredit 270

Zinsgünstige Finanzierung für erneuerbare Energien über die KfW. Effektivzins aktuell ab ca. 3-4% p.a., tilgungsfreie Anlaufjahre möglich.

Mehr zur Finanzierung

💡Gut zu wissen: Förderung optimal nutzen

  • Prüfe vor der Bestellung lokale Förderprogramme – viele erfordern einen Antrag vor Auftragsvergabe
  • Die 0% Mehrwertsteuer auf Solaranlagen gilt automatisch – du sparst ca. 16% der Investitionskosten
  • Kombiniere mehrere Programme: Z.B. 0% MwSt. + kommunale Wallbox-Förderung + KfW-Kredit für optimale Konditionen
  • Bei vind beraten wir dich zu aktuellen Förderprogrammen und unterstützen bei der Antragsstellung

Disclaimer: Alle Angaben zu Förderprogrammen sind nach bestem Wissen recherchiert (Stand: Januar 2026). Programme können sich kurzfristig ändern, budgetiert sein oder ausgeschöpft werden. Prüfe vor der Investition die aktuelle Verfügbarkeit bei der jeweiligen Förderstelle. Eine vollständige Übersicht regionaler Programme findest du auch auf bafa.de und kfw.de.

Optimale Nutzung: So holst du das Maximum raus

Mit den richtigen Strategien kannst du den Solarstrom-Anteil beim E-Auto-Laden maximieren und deine Eigenverbrauchsquote deutlich erhöhen. Hier sind die wichtigsten Tipps für optimales Solar-Überschussladen:

1. Lade tagsüber bei Sonnenschein

Die höchste Solarproduktion liegt zwischen 10 und 16 Uhr. Wenn möglich, lade dein E-Auto in diesem Zeitfenster – entweder du arbeitest im Homeoffice oder planst das Laden für sonnige Tage am Wochenende.

Praxis-Tipp: Viele moderne E-Autos und Wallboxen erlauben zeitgesteuertes Laden. Stelle die Ladezeit auf 11-15 Uhr ein, um maximalen Solarüberschuss zu nutzen.

2. Nutze einen Batteriespeicher

Ein Batteriespeicher (10-15 kWh) erhöht die Flexibilität enorm: Überschüssiger Solarstrom vom Tag wird gespeichert und kann abends/nachts zum Laden genutzt werden. Die Eigenverbrauchsquote steigt von 60% auf bis zu 80%.

Rechenbeispiel: Mit Speicher lädst du 80% mit Solarstrom (10 Cent/kWh), nur 20% mit Netzstrom (35 Cent/kWh). Effektive Ladekosten: 15 Cent/kWh statt 35 Cent/kWh.

3. Aktiviere automatisches Solar-Überschussladen

Moderne Wallboxen mit Energiemanagement können automatisch erkennen, wann Solarüberschuss vorhanden ist, und das Laden entsprechend starten/stoppen. Die Ladeleistung wird dynamisch an die verfügbare Solarleistung angepasst.

Funktion: Bei 5 kW Solarüberschuss lädt die Wallbox mit 5 kW. Steigt der Überschuss auf 8 kW, erhöht sich die Ladeleistung automatisch. Bei Wolken wird die Leistung reduziert oder pausiert.

4. Wähle die richtige Ladeleistung

Für Solar-Überschussladen ist eine Wallbox mit stufenloser Leistungsregelung ab 1,4 kW optimal. So kann auch bei geringem Überschuss geladen werden. 11 kW Maximalleistung ist für die meisten Einfamilienhäuser ausreichend.

❌ Unflexibel: Fixe 11 kW

Bei 5 kW Solarüberschuss lädt die Wallbox nicht, da Mindestleistung 11 kW beträgt. Netzstrom wird benötigt.

✅ Flexibel: 1,4-11 kW

Bei 5 kW Solarüberschuss lädt die Wallbox mit 5 kW – rein solar. Leistung wird dynamisch angepasst.

5. Plane Fahrten strategisch

Wenn du weißt, dass du am nächsten Tag viel fahren musst, starte das Laden bereits am Vortag bei Sonnenschein. Mit einem Batteriespeicher kannst du auch abends weiter mit gespeichertem Solarstrom laden.

Beispiel: Du benötigst morgens ein voll geladenes Auto. Starte das Laden um 12 Uhr mittags bei Sonnenschein. Mit 7 kW Ladeleistung sind 40 kWh (ca. 250 km) in 6 Stunden geladen – komplett mit Solarstrom.

6. Optimiere die Solaranlagengröße

Eine größere Solaranlage erzeugt mehr Überschuss zum Laden. Für ein Einfamilienhaus mit E-Auto sind 10-15 kWp optimal. Mit 15 kWp kannst du auch im Winter noch ausreichend Solarstrom zum Laden produzieren.

Faustformel: Pro 1.000 kWh E-Auto-Jahresverbrauch benötigst du ca. 1-1,5 kWp zusätzliche PV-Leistung. Bei 3.000 kWh E-Auto-Verbrauch sind das 3-5 kWp extra.

Solarstrom-Anteil beim Laden im Jahresverlauf

Der Solarstrom-Anteil beim E-Auto-Laden schwankt je nach Jahreszeit. Im Sommer kannst du nahezu 100% solar laden, im Winter sinkt der Anteil auf 20-30% (ohne Speicher).

Im Jahresdurchschnitt lassen sich 60-70% des Ladestroms durch Solar decken (ohne Speicher). Mit Speicher steigt der Anteil auf bis zu 80%.

Weitere Optimierungs-Tipps für Fortgeschrittene

Priorisierung festlegen

Viele Energiemanagementsysteme erlauben es, Prioritäten festzulegen: z.B. erst Haushalt, dann Speicher, dann Wallbox. So wird kein Solarstrom verschenkt.

Wettervorhersage nutzen

Intelligente Systeme können Wettervorhersagen einbeziehen: Bei angekündigtem Sonnenschein wird das Laden verzögert, bei Regen sofort mit Netzstrom geladen.

Ladeleistung minimieren

Lade mit geringerer Leistung (z.B. 3-5 kW statt 11 kW), wenn Zeit vorhanden ist. So kann mehr Solarüberschuss genutzt werden, ohne Netzstrom zuzukaufen.

Monitoring nutzen

Überwache deinen Eigenverbrauch und Ladeverhalten über die App deines Energiemanagementsystems. So erkennst du Optimierungspotenzial und kannst deine Strategie anpassen.

💡Gut zu wissen

Die optimale Strategie hängt von deinem individuellen Fahrprofil und Verbrauchsverhalten ab. Bei vind berechnen wir basierend auf deinen Angaben die ideale Konfiguration und geben dir konkrete Empfehlungen für maximalen Eigenverbrauch. Mit dem integrierten Monitoring kannst du deine Anlage nach Installation kontinuierlich optimieren.

Häufig gestellte Fragen

Lohnt sich eine Wallbox mit Solaranlage?

Ja, eine Wallbox mit Solaranlage lohnt sich deutlich: Du lädst dein E-Auto mit selbst erzeugtem Solarstrom für ca. 8-12 Cent/kWh statt 30-40 Cent/kWh aus dem Netz – das sind bis zu 80% Ersparnis.

Bei 15.000 km Fahrleistung sparst du ca. 600-900 € Stromkosten pro Jahr. Die Kombination amortisiert sich in 8-12 Jahren und erhöht deinen Eigenverbrauch von typisch 30% auf bis zu 60-70%.

Über 20 Jahre summiert sich die Ersparnis auf über 17.000 € – selbst nach Abzug der Wallbox-Kosten.

Wie viel Solarstrom brauche ich für ein Elektroauto?

Für 15.000 km Fahrleistung benötigt ein Elektroauto ca. 3.000-3.750 kWh Strom pro Jahr (bei 20-25 kWh/100km Verbrauch).

Eine 10 kWp Solaranlage erzeugt ca. 10.000 kWh/Jahr und kann damit problemlos ein E-Auto versorgen. Mit intelligentem Lademanagement lassen sich 60-80% des Ladebedarfs durch Solarstrom decken.

Für ein Einfamilienhaus mit E-Auto empfehlen wir 10-15 kWp PV-Leistung, um Hausverbrauch und E-Auto optimal abzudecken.

Kann ich mein E-Auto nur mit Solarstrom laden?

Moderne Wallboxen bieten Solar-Überschussladen: Das Auto lädt bevorzugt mit Solarstrom, wenn die Sonne scheint. Bei bewölktem Wetter oder nachts wird automatisch Netzstrom zugeschaltet.

Im Jahresdurchschnitt lassen sich 60-80% des Ladestroms durch Solar decken, im Sommer sogar 90-100%. Rein solares Laden ist möglich, aber nicht immer praktikabel – vor allem im Winter und bei spontanem Ladebedarf.

Mit einem Batteriespeicher kannst du auch abends und nachts mit Solarstrom laden und erhöhst den Solar-Anteil weiter.

Welche Wallbox ist für Solaranlagen geeignet?

Für die Kombination mit Solar benötigst du eine Wallbox mit intelligentem Lademanagement und Solar-Überschussladen-Funktion.

Wichtige Eigenschaften:

  • Integration ins Energiemanagementsystem (z.B. über Modbus, EEBUS, OCPP)
  • Stufenlose Leistungsregelung ab 1,4 kW (1-phasig) bis 22 kW (3-phasig)
  • App-Steuerung und Monitoring
  • Kompatibilität mit deinem Wechselrichter/EMS

Bei vind planst du Wallbox und Solar integriert – wir empfehlen die passende Wallbox für dein System.

Brauche ich einen Stromspeicher für die Kombination Wallbox und Solar?

Ein Stromspeicher ist nicht zwingend nötig, aber sehr sinnvoll:

Ohne Speicher: Du kannst nur tagsüber bei Sonne mit Solarstrom laden. Eigenverbrauchsquote ca. 60%.

Mit Speicher (10-15 kWh): Solarüberschüsse vom Tag werden gespeichert und können abends/nachts zum Laden genutzt werden. Eigenverbrauchsquote steigt auf bis zu 80%.

Die Kombination Solar + Speicher + Wallbox ist die optimale Lösung für maximale Unabhängigkeit und Eigenverbrauch. Bei vind berechnen wir die ideale Speichergröße für dein Profil.

Gibt es 2026 Förderung für Wallbox mit Solaranlage?

Die bundesweite KfW-Förderung (Programm 442) ist ausgelaufen. Für 2026 plant der Bund neue Förderung für Mehrparteienhäuser.

Für Einfamilienhäuser gibt es regionale Programme:

  • NRW: Bis 1.500 € (progres.nrw)
  • München: Bis 500 € + 1.000 € für Netzanschlusserweiterung
  • Düsseldorf: Bis 2.000 € (50% der Kosten)

Solaranlagen profitieren von 0% Mehrwertsteuer (spart ca. 3.000-4.000 €) und Einspeisevergütung (7-8 Cent/kWh über 20 Jahre).

Wie lange dauert die Installation von Wallbox und Solaranlage?

Die Installation von Solaranlage, Speicher und Wallbox dauert in der Regel 2-3 Tage:

  • Tag 1: Montage der Solarmodule und des Montagesystems auf dem Dach
  • Tag 2: Installation von Wechselrichter, Batteriespeicher und elektrischer Verkabelung
  • Tag 3: Wallbox-Installation, Energiemanagementsystem-Einrichtung und Inbetriebnahme

Die Planungsphase (Angebotserstellung, Genehmigungen, Netzbetreiber-Anmeldung) dauert ca. 2-4 Wochen.

Bei vind koordinieren wir die Komplettinstallation durch unser Fachpartner-Netzwerk – von der Planung bis zur Inbetriebnahme alles aus einer Hand.

Wie hoch sind die Kosten für Wallbox mit Solaranlage?

Die Gesamtkosten hängen von der Größe der Solaranlage und der gewählten Wallbox ab. Typische Konfiguration für ein Einfamilienhaus mit E-Auto:

  • 10 kWp Solaranlage: 13.000-18.000 €
  • 10 kWh Batteriespeicher: 7.000-10.000 €
  • 11 kW Wallbox: 1.500-2.500 € (inkl. Installation)

Gesamtinvestition: 21.500-30.500 € (ohne Mehrwertsteuer, da PV-Anlagen 0% MwSt.)

Die Investition amortisiert sich in 8-12 Jahren durch Stromkosteneinsparungen. Mehr Details: Solaranlage Kosten 2026 und Wallbox Kosten

Kann ich eine bestehende Solaranlage mit einer Wallbox nachrüsten?

Ja, du kannst jederzeit eine Wallbox zu einer bestehenden Solaranlage hinzufügen. Wichtig ist, dass die Wallbox mit deinem Wechselrichter oder Energiemanagementsystem kommunizieren kann.

Bei älteren Anlagen ohne Energiemanagement kannst du ein externes EMS nachrüsten (z.B. SMA Sunny Home Manager, E3/DC Home Power, etc.). Das EMS koordiniert dann Solarertrag, Hausverbrauch und Wallbox-Laden.

Auch ein Batteriespeicher kann nachgerüstet werden, um die Eigenverbrauchsquote weiter zu erhöhen.

Was passiert im Winter, wenn wenig Sonne scheint?

Im Winter ist die Solarproduktion deutlich geringer als im Sommer. Der Solarstrom-Anteil beim E-Auto-Laden sinkt auf ca. 20-30% (ohne Speicher) bzw. 30-40% (mit Speicher).

Das bedeutet: Im Winter musst du mehr Netzstrom zukaufen. Dennoch ist das wirtschaftlich sinnvoll, da:

  • Im Jahresdurchschnitt 60-80% des Ladestroms solar gedeckt werden
  • Die hohe Solarproduktion im Sommer den Winter-Nachteil mehr als ausgleicht
  • Selbst 20% Solarstrom im Winter besser sind als 0% ohne Solaranlage

Die Wirtschaftlichkeit wird über das gesamte Jahr berechnet – und dort überzeugt die Kombination deutlich.

Noch Fragen?

Hast du weitere Fragen zur Kombination von Wallbox und Solaranlage? Unser Planungstool beantwortet viele Fragen automatisch und berechnet deine individuelle Konfiguration mit präziser Wirtschaftlichkeitsberechnung.

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Fazit: Wallbox mit Solar ist die Zukunft der E-Mobilität

Die Kombination von Wallbox und Solaranlage ist die optimale Lösung für klimaneutrales und kostengünstiges E-Auto-Laden. Du lädst dein Elektroauto mit selbst erzeugtem Solarstrom für 8-12 Cent/kWh statt 30-40 Cent/kWh aus dem Netz – das sind bis zu 80% Ersparnis und ca. 600-900 € weniger Stromkosten pro Jahr.

Mit intelligentem Solar-Überschussladen und einem Energiemanagementsystem erhöhst du deinen Eigenverbrauch von typisch 30% auf bis zu 60-70%. Ein Batteriespeicher ermöglicht zusätzlich abendliches und nächtliches Laden mit Solarstrom und steigert die Autarkie weiter.

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Bei vind planst du Wallbox und Solaranlage integriert in einem Tool – transparent, schnell und mit allen Kosten auf einen Blick. Du erhältst:

  • Verbindlichen Festpreis ohne versteckte Kosten
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